kompTEAM: Kulinarisches Heimweh


Wer kennt das nicht: Man befindet sich längere Zeit im Ausland und es überkommt einen Heißhunger auf das Leibgericht, dass die Mutter zu Hause immer für einen gekocht hat?

In Thüringen leben rund 5.500 Studierende mit internationaler Herkunft, davon haben 895 Studierende als Bildungsinländer einen Migrationshintergrund.
Für uns war dies Anlass genug, diese Zielgruppen im Rahmen eines Förderprojektes der Stiftung Mercator zu fragen, was wir in unseren Mensen für sie auf den Tisch bringen können.

Denn es ist ein Irrtum, dass lediglich internationale Studierende unter „kulinarischem Heimweh“ leiden. Auch all jene Studenten, deren Eltern eine internationale Herkunft haben, oder welche zum Teil im Ausland aufgewachsen sind, kennen dieses Heimweh.
So haben wir im letzten Jahr gemeinsam gekocht. Wir haben Studierende mit Migrationshintergrund und auch internationale Studierende aus 9 verschiedenen Esskulturen eingeladen, mit unseren Köchen Michael Stolle und Michaela Peter authentisch interkulturell zu kochen. Die Studierenden haben hierzu sechs verschiedene Gerichte aus ihrer Heimat und/oder der Heimat ihrer Eltern eingereicht und mit uns in der Experimentalküche in Jena gekocht.

Insgesamt beteiligten sich 2016 14 Studierende mit Wurzeln in China, Ägypten, Russland, Finnland, Slowakei, Syrien, Türkei, Kolumbien, Korea und Indien an der Erarbeitung unserer interkulturellen Menülinie und es ist noch nicht Schluss. Auch 2017 kochen wir weiter interkulturell kollaborativ mit Studierenden.

kul-heimweh


Über Nadine Keitel | Studentenwerk Thüringen

Seit Mai 2009 bin ich Mitarbeiterin in der Abteilung Soziales und Kultur des Studentenwerks Thüringen und seitdem für unterschiedliche interkulturelle Projekte zuständig gewesen. Ich arbeite in einem Team mit zwei weiteren Kollegen und wir fühlen uns für alle unsere acht Hochschulstandorte verantwortlich und arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung und dem Ausbau unserer interkulturellen Angebote.

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